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Schürfwunden nicht vernachlässigen!

Biken, Skaten, Klettern und andere Freizeit-Sportarten sind oft erholsam und ohne Schutzausrüstungen gefährlicher als viele vermuten. "Etwa 3.000 Mountainbiker und etwa 8.000 Inlineskater verletzen sich im Durchschnitt pro Jahr", sagt Heinz Peter Slatin, Chefarzt vom Österreichischen Roten Kreuz. Besonnenes Verhalten und richtige Ausrüstung hätten die oft schlimmen Folgen so mancher ‘Umfaller’ verhindern oder verringern können.

Multiple Verletzungen beim Biken, Skaten
Stürze mit dem Mountainbike enden oft mit Knochenbrüchen oder Abschürfungen. Helm und Handschuhe sollten zur Standardausrüstung gehören. Neben einer guten allgemeinen Fitness helfen auch Weitblick und Konzentration, Unfälle zu verhindern. Denn niemand fällt einfach so um, sondern stürzt über Hindernisse oder bei zu schnellem Bergabfahren, so Slatin. Die Geschwindigkeit spielt auch bei Inlineskatern eine Rolle. Sie werden bis zu 50 Stundenkilometer schnell.

Schutzausrüstung für Kopf und Gliedmaßen!
Bei Stürzen auf Asphalt sind schmerzhafte und manchmal auch grossflächige Hautabschürfungen noch die kleinste Folge. Helm, Handschuhe oder Handgelenksschützer, Knie- und Ellbogenschützer vermindern das Verletzungsrisiko an Kopf, Beinen, Armen, Ellbogen sowie Händen und Handgelenken.

Infektionen drohen
Wunden, wie zum Beispiel Hautabschürfungen, bergen mehrere Gefahren. Ist die Haut teilweise oder völlig zerstört, verliert sie ihre Funktion, den Körper vor Krankheitserregern zu schützen. Je nach Tiefe der Verletzungen können grössere Blutgefässe, Nerven oder Muskeln ebenfalls verletzt sein. Dadurch entstandener Schmerz wirkt sich nachteilig auf den Allgemeinzustand aus. Starke Blutungen können lebensgefährdend werden. Groß ist auch die Gefahr von Infektionen. Ist die Wunde durch Eitererreger infiziert, droht eine Blutvergiftung. Ist die Wunde mit Erde, Mist, rostigen Nägeln oder Holzspänen verschmutzt, droht eine Infektion durch den Tetanuserreger. Dagegen gibt es keine natuerlichen Abwehrstoffe, aber eine Tetanus-Schutzimpfung.

Verbinden und ärztliche Hilfe
Nach einem Sturz sollte der Verletzte hingelegt oder hingesetzt und seine Wunden keimfrei verbunden werden, so Slatin. Ein Wundverband besteht aus drei Schichten: Die keimfreie Wundauflage schützt vor weiterer Verunreinigung. Sie darf nur vorsichtig am Rand angegriffen werden. Die Polsterschicht saugt Blut und Wundsekret auf. Heftpflaster, Mullbinden oder Dreiecktücher als dritte Schicht dienen der Befestigung.

Beim Verbinden darf die Wunde nicht berührt und auch nicht gereinigt oder desinfiziert werden. Tragen Sie keine Salben, Puder oder Hausmittel auf. Der verletzte Körperteil ist ruhig zu stellen. Spätestens nach sechs Stunden sollte der Verletzte beim Arzt sein.

Linktipp:

www.erstehilfe.at