Facebook Logo
###CONTENT_LEFT###
###CONTENT_RIGHT###

Gefahren zum Schitouren-Saisonstart nicht unterschätzen

Die ersten Schneefälle locken viele Tourengeher auf die Berge.
Abstände in Gruppen beim Queren eines Hanges einhalten.
Auch bei schönem Wetter können sich Gefahren in der Schneedecke verbergen.
Eine sichere Technik bei Spitzkehren vermeidet Unfälle.
Im Ernstfall sollte man wissen, was zu tun ist.
LVS, Schaufel und Sonde müssen IMMER dabei sein und der Umgang damit MUSS immer wieder geübt werden.
Auch Erste Hilfe und Biwaksack dürfen in keinem Rucksack am Berg fehlen.
Ein Lawinenairbag kann die Überlebenschancen erhöhen.

Wenn die Finger beim Klettern schon klamm werden und die meisten Berge sich bereits mit weißen Gipfeln zieren, kann man ihn schon fast riechen - den Schnee. Freudig werden per Facebook Nachrichten von Schneefällen bis unter 1.000 Meter herab geteilt und die Webcams der Schigebiete müssen mit erhöhtem Traffic rechnen. Freunde sitzen am Abend in geselliger Runde und planen ihre Wunschtouren für diesen Winter. Digital wie analog, die immer größer werdenden Gemeinde der Schitourengeher freut sich auf den Winter.

Doch bei aller Vorfreude dürfen wir nicht vergessen, dass Schitouren gehen keine ungefährliche Sportart ist. Viele Dinge gilt es zu beachten, vor allem am Anfang der Saison. Unser Lawinenreferent Klaus Wagenbichler, von Beruf Heeresbergführer, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und Leiter einer Alpinschule, hat wichtige Punkte kurz zusammengefasst:


Mit Sicherheit fiebern schon viele Schitourengeher dem ersten Schnee entgegen und im Kopf sind schon Anstiegs- und Abfahrtslinien ins Gelände projiziert. Blickt man auf die vergangenen Jahre zurück so zeigt sich, dass gerade der Saisonstart alljährlich vermehrt Opfer unter den Schitourengehern fordert.

Die Gründe dafür mögen vielfältig sein – einige Fakten wiederholen sich immer wieder;

  • gesamtheitlich noch wenig Schnee
  • mit Triebschnee gefüllte Mulden und Rinnen (andere Bereiche noch schneefrei)
  • schlechte Bindung und Setzung in/der Schneedecke
  • Verzicht auf die Sicherheitsausrüstung.

Trotz der Begeisterung und Vorfreude auf die ersten Schitouren sollte zur Optimierung der eigenen Sicherheit für die ersten Schitouren eine sehr detaillierte Planung durchgeführt werden. Insbesondere im Bereich der Ausrüstung, der Wetter- und Lawinenlage sowie bei der Wahl der Anstiegs- und Abfahrtsroute.

Dass Mobiltelefone im Fall eines Unfalles die Bergung eines Verunfallten erleichtern und wesentlich beschleunigen ist Tatsache. Vorausgesetzt es gibt eine Netzverbindung, die Notfallnummern bzw. Notfall-Apps sind vorhanden und der Unfallort kann exakt angegeben werden (GPS-Daten/Karte/…).

Ein Check der Schiausrüstung (Lauffläche/Kanten/Bindung/Stöcke/Felle/…) gehört ebenso zur Tourenvorbereitung wie die Überprüfung von Biwaksack und Erste Hilfe Material (kleben die Leukos überhaupt noch?).  Dass die Lawinen-Notfall-Ausrüstung, LVS Gerät (Funktion/Handhabung und Batterien erneuern), Sonde und Schaufel  (Funktion) überprüft wird und ein Notfallplan für den Fall der Fälle (was mache ich wenn ….) vorhanden ist, IST Standard für jeden verantwortungsbewussten Schitourengeher!
 
Text und Bilder: Klaus Wagenbichler / ÖBRD Bundesverband