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19.09.2015 - 
Bergrettung wählt neues altes Präsidium in Gmunden

von Anna-Maria Walli / ÖBRD Bundesverband

Der Bundesverband des Österreichischen Bergrettungsdienstes fand sich am Wochenende vom 18. bis zum 20. September in Gmunden zur Bundesversammlung ein. Neben Neuigkeiten aus den Landesleitungen wurden Projekte der Fachreferenten besprochen. Die Zusammenkunft diente heuer vor allem dazu, den Bundesverband neu zu wählen und die Referenten neu zu bestellen.

Der Bundesverband des ÖBRD aus Präsidium, Landesleitern und den Bundes-Fachreferenten

Das Präsidium des ÖBRD (v.l.n.r.: Miggitsch, Striednig, Weiss, Hutticher, Lindenberg, Hochstaffl)

Franz Lindenberg dankt Franz Fidi für seine Tätigkeit als Funkreferent

Franz Lindenberg dankt Manuela Trapp für ihr Engagement im Bundesverband

Die Bundesversammlung des ÖBRD findet jährlich in einem anderen der sieben Bergrettungs-Bundesländer statt. Heuer war die Landesleitung Oberösterreich Gastgeber, die ins Einsatzgebiet der Ortsstelle Gmunden an den Fuß des Traunsteins einlud. Die Landtagsabgeordnete Martina Pühringer begrüßte die Bergretter bei einem gemeinsamen Abendessen und dankte wie der Bürgermeister der Stadt Gmunden, Stefan Krapf, und der Bezirkshauptmann Alois Lanz für das freiwillige Engagement.

Alle drei Jahre wird das Präsidium neu gewählt. Heuer haben sich, bis auf den Rücktritt des Funk-Referenten Franz Fidi, keine Änderungen im Bundesverband ergeben. Die sechs Landesleiter und der Befugte der Landesleitung Vorarlberg haben einstimmig das bestehende Präsidium wiedergewählt.

Gewähltes Präsidium

Präsident – Franz Lindenberg
Vizepräsidenten – Stefan Hochstaffl und Robert Weiss
Finanzreferentin – Claudia  Hutticher
Rechnungsprüfer
– Otmar Striednig und Michael Miggitsch

Bestellte Referenten

Technik und Ausbildung – Thomas Koller
Lawinen und Suchhunde – Sepp Lederhaas
Lawinen – Klaus Wagenbichler
Medizin – Matthias Haselbacher
Flugrettung – Albrecht Ebner
Funk – vakant
Öffentlichkeit – Anna-Maria Walli
Organisation und internationale Einsätze – Gebhard Barbisch
SKKM – Reinhard Benesch
Berater für Versicherungswesen – Gerhard Halser

Bei einem gemeinsamen Abendessen am Samstag danke Präsident Franz Lindenberg dem langjährigen Funkreferenten Franz Fidi, der sein Amt mit den Worten „jetzt bin ich schon zu alt, jetzt soll ein Junger das machen“ niedergelegt hatte. Dankesworte richtete Lindenberg auch an die ehemalige Schriftführerin Manuela Trapp. Die Kärntnerin war als Teilzeitkraft lange Zeit die einzige Angestellte im Bundesverband und ist nun für die Landesleitung Kärnten tätig.

99,9 % freiwilliges Engagement
Die Bergrettung in Österreich besteht zum Großteil aus freiwilligem Engagement. Vom aktiven Bergretter in der Ortsstelle bis zum Präsidenten des Bundesverbandes arbeiten alle Mitglieder und Funktionäre ehrenamtlich. Es gibt im Bundesverband und in den Landesleitungen Büros lediglich einige wenige Teilzeit, bzw. Vollzeit-Angestellte, die sich um organisatorische und administrative Angelegenheiten kümmern. Die Bergrettung hat österreichweit mehr als 12.500 Mitglieder, die sich auf 291 Ortsstellen in sieben Landesleitungen (Vorarlberg, Tirol, Kärnten, Salzburg, Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich/Wien) aufteilen. Als Dachverband fungiert der Bundesverband der Österreichischen Bergrettung, der sich zwei Mal im Jahr zur Koordinierung trifft. Im Frühjahr treffen sich Präsidium, Landesleitungen und Bundes-Fachreferenten zur Tagung in Radstadt. Die Große Versammlung findet jährlich im Herbst in einem anderen Bergrettungs-Bundesland statt. Die nächste Herbst-Sitzung wird im September 2016 in Niederösterreich stattfinden.


Finanzierung stützt sich auf drei Säulen
Die Finanzierung des ehrenamtlichen Bergrettungsdienstes steht auf drei Säulen. Zum einen erhält die Rettungsorganisation Förderungen von Bund und Ländern. Ein zweiter Aspekt sind die Spenden und die Sponsoren. Zum dritten fließt Geld über die Einsatzverrechnung in die Kassen der Ortsstellen und der Landesleitungen, die sich damit unter anderem die Ausbildung der Mitglieder und Material für Einsätze und Übungen finanzieren.

Bilder @ Sepp Lederhaas / ÖBRD