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News

25.06.2012 - 
Nächtliche Rettungsaktion in Bad Ischl

von ooe.ORF.at

Linz, 25. Juni 2012 - Drei Freizeitsportler mussten in der Nacht auf Montag mehrere Stunden auf ihre Rettung aus dem Grabenbach in Bad Ischl warten. Die Männer waren während einer Canyoning Tour von einem Gewitter überrascht worden.

Die zwei Welser im Alter von 35 und 55 Jahren sowie ein 41-Jähriger aus Lambach stiegen gegen 13.00 Uhr in die bekannte Canyoningstrecke „Jabron“ im Grabenbach bei Bad Ischl ein. Auf halbem Weg wurde den erfahrenen Schluchtenwanderern klar, dass ein Gewitter aufzog. Sie entschieden sich daher die Tour abzubrechen. Die Freizeitsportler kletterten einen steilen Hang hinauf und errichteten auf einem Podest ein Lager. Dort saßen die Männer allerdings fest. Denn von der weiter oben liegenden Forststraße trennten sie unüberwindliche Felswände, der Grabenbach unter ihnen schwoll durch das Unwetter massiv an.

Schwierige Bergung
Da es in dem Bereich keine Handyverbindung gibt, konnte das Trio nur abwarten. Die Lebensgefährtin des 35-Jährigen verständigte am Abend die Polizei, als ihr Freund nicht wie verabredet zurückkehrte. Daraufhin wurde aus Salzburg der Polizeihubschrauber angefordert, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist. Gegen 23.00 Uhr konnte das Trio geortet werden.

Bergretter Peter Hödlmoser schildert den Einsatz im Gespräch mit ORF-Redakteurin Nicole Erl: „Wir sind gegen 22.00 Uhr gestartet. Mit Hilfe des Hubschraubers konnten wir die vermissten Personen auf 100 bis 200 Meter in der Schlucht orten. Dann haben wir mit einer terrestrischen Rettung begonnen - von der Seite in die Schlucht. Trotz der Angaben vom Hubschrauber war es sehr schwierig, die Vermissten zu lokalisieren. Erst beim zweiten oder dritten Versuch haben wir es schließlich geschafft. Wir haben sie dann auf die Forststraße aufgeseilt.“

Bergretter und Polizisten konnten die unverletzten Freizeitsportler um kurz vor 2.30 Uhr in Sicherheit bringen.

ooe.ORF.at