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News

08.07.2012 - 
Koschuta - Weitere Felsstürze möglich

von kaernten.ORF.at

Klagenfurt, 8. Juli 2012 - Nach dem neuerlichen Felssturz am Freitagabend in der Koschuta hat der Landesgeologe Samstagvormittag Entwarnung gegeben - es bestehe keine akute Gefahr für Wanderer. Da weitere Felsstürze zu erwarten sind, wird das Gebiet aber weiter beobachtet.

Rund 1.500 Kubikmeter Gestein lösten sich Freitagabend gegen 18.00 Uhr westlich der Breitwand im Bereich der Mittelwand. Die ausgebrochenen Felsmassen zerbröselten großteils in kleine Teile und rutschten in das Kar ab, wo sie etwa 100 Meter über einem Wanderweg liegen blieben. Bereits am Mittwoch war es in dem Gebiet zu einem Felssturz gekommen.

Klettersteig wurde gesperrt
Samstagvormittag flog Landesgeologe Jochen Schlamberger das Gebiet mit einem Hubschrauber ab und gab anschließend Entwarnung für den Wanderweg. Der Zustieg zum Klettersteig auf den Lärchturm am Rande der Abbruchstelle wurde Samstagvormittag aber aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres gesperrt.

Weitere Felsstürze werden erwartet

Steinschlag und Geröllabgänge seien in den Karawanken keine Seltenheit, sagt Schlamberger. Das Gestein sei im Bereich der Koschuta sehr brüchiger Kalk, Abbrüche deswegen ein recht normaler Vorgang.

Wenn der Fels einmal ausgebrochen ist, dann lockere sich auch das dahinter liegende Gestein und das führe zu weiteren Felsstürzen. Daher müsse das Gelände, das vom Koschutahaus gut einsehbar ist, in nächster Zeit genauer beobachtet werden. Gegenüber der APA erklärte Schlamberger: „Es wird sicherlich noch einiges stattfinden. Dadurch dass sich schon während der Woche ein größerer Felsen gelöst hat, hat sich dahinter das Gestein gelockert und das ist jetzt akut absturzgefährdet.“

„Keine akute Gefahr“ für Wanderer
Eine akute Gefahr für Wnaderer bestehe derzeit allerdings nicht, betont Schlamberger. Der normale Wanderweg liege außerhalb des Gefahrenbereichs, nur der Zustieg zum Lärchenturm-Klettersteig liege am Rande der Abbruchstelle.

Hüttenwirtin: „Es war laut wie Donner“
Liana Amlacher, die Hüttenwirtin des Koschutahauses, erlebte den Felssturz auch diesmal aus nächster Nähe: „Es war laut wie Donner, ich dachte zuerst, ein Gewitter zieht auf. Wie ein Wasserfall rutschten die Steine nach unten.“ Die Staubentwicklung war so groß, dass die Sicht für eine Weile völlig behindert war, schildert die Hüttenwirtin.

kaernten.ORF.at