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News

10.07.2012 - 
Vertrag zwischen Land und Flugrettern unter Dach und Fach

von Peter Nindler/Tiroler Tageszeitung

Innsbruck, 10. Juli 2012 - Damit werden Patienten bei Notfällen und Verkehrsunfällen künftig keine Rechnungen mehr gestellt - und zwar unabhängig davon, welcher Hubschrauber den Einsatz geflogen hat.


Die Verträge unter Dach und Fach gebracht haben Walter Ploner (Christophorus Flugrettungsverein), LH Günther Platter und LR Bernhard Tilg (sitzend) sowie Bruno Füruter (Heli Ambulance Team), Michael Schweiger (ARA-Flugrettungs GmbH), Franz Giakomini (SchenkAir) und Roy Knaus (Flugrettung Tirol GmbH) (Foto: Land Tirol/cem)


Michael Schweiger (ARA-Flugrettungs GmbH), Bruno Füruter (Heli Ambulance Team), LH Günther Platter, Walter Ploner (Christophorus Flugrettungsverein), LR Bernhard Tilg, Dietmar Schennach (Gruppenvorstand Gesundheit und Soziales), Franz Giakomini (SchenkAir), Roy Knaus (Flugrettung Tirol GmbH) (Foto: Land Tirol/cem)

Am Vormittag hat die Tiroler Landesregierung eine „Mustervereinbarung“ mit den Heliunternehmen zur Flugrettung in Tirol beschlossen, bereits am Nachmittag wurden die Verträge im Landhaus unterzeichnet.

Dem Patienten wird damit im Bereich der Grundversorgung künftig keine Rechnung mehr gestellt - unabhängig davon, welches Flugrettungsunternehmen im Einsatz war, erklärte Landeshauptmann Günther Platter (VP) bei einer Pressekonferenz nach der Regierungssitzung.

Von der Neuregelung nicht betroffen seien Sport- und Freizeitunfälle, sagte der Landeshauptmann. „Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein Meilenstein für die Flugrettung in Tirol“, so Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

Das von der Leitstelle Tirol beauftragte Flugrettungsunternehmen verrechne für Einsätze im Bereich der Grundversorgung (Verkehrsunfälle, sonstige Unfälle und Notfälle) künftig Pauschalbeträge. Je nach Lage und Verlauf würden pro Einsatz 1.600 Euro bis 2.300 Euro in Rechnung gestellt, meinte der Landeshauptmann.

Kritik von Liste Fritz
Scharfe Kritik am Regierungsbeschluss kam unterdessen von der größten Oppositionspartei im Landtag, der Liste Fritz-Bürgerforum Tirol. Deren Klubobmann Bernhard Ernst, bezeichnete in einer Aussendung die neue Regelung als „Flickwerk“. Es brauche eine „verbindliche Regelung“ und die könne nur lauten, dass das Land Tirol alle Rettungsflüge bezahle und sich dann an den Versicherungen der Betroffenen schadlos halte, meinte Ernst.

7.700 Einsätze pro Jahr

In Tirol werden jährlich rund 7.700 Einsätze der Flugrettung gezählt. Davon sind 2.100 auf medizinische Notfälle wie etwa Herzinfarkte zurückzuführen. Von diesen Einsätzen fliegen rund die Hälfte die ÖAMTC-Notarzthubschrauber, der Rest verteilt sich auf die übrigen Anbieter. Vonseiten des Landes gab es bisher lediglich einen Vertrag mit dem Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC.

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