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News

15.07.2012 - 
Mehr Tote und Unfälle im Hochgebirge

von kaernten.ORF.at

Klagenfurt, 15. Juli 2012 - Laut Kuratorium für Alpine Sicherheit ist die Zahl der Toten bei Touren im Hochgebirge von 2010 auf 2011 um 50 Prozent gestiegen. Auch Wanderer leben zunehmend gefährlich.

In den Hohen Tauern, in Höhen knapp unter 3.000 Meter, führen Wanderwege über Gletscher und Schneefelder. Die Schritte der Alpinisten sinken tief in den weichen Schnee ein. Im Moment stehen die Temperaturen selten unter Null, die Schneedecke auf dem blanken Eis schmilzt rasant. Immer wieder rutschen Menschen auf harmlos wirkenden Scheeflecken aus - mitunter auch mit tödlichen Folgen.

Zahlreiche tragische Fälle
Rudi Preimel, der Ausbildungsleiter der Kärntner Bergrettung, kennt zahlreiche Fälle. Immer wieder sind es Urlauber, die sich nichtsahnend und ungesichert auf die zerklüfteten Gletscher wagen. Aber auch ein paar Meter breites Schneeband auf einem Wanderweg kann lebensgefährlich sein. Zwei Tote gab es vor wenigen Tagen in Tirol, ein holländischer Pensionist stürzte vor einem Jahr auf dem Tauernhöhenweg über Mallnitz ab. Sein Bruder musste mit ansehen, wie er den Halt verlor und 30 Meter tiefer mit dem Kopf gegen einen Fels rutschte - wenig später war der Mann tot.

Tipps für sicheres Wandern
Ausbildungsleiter und Bergführer Preimel empfiehlt, die Absätze vorsichtig in den Schnee zu treten - oder, wenn möglich, dem Schnee ganz auszuweichen. Preimel rät außerdem zu wichtigen Maßnahmen, was die Ausrüstung betrifft: Leichte Steigeisen seien sehr empfehlenswert - auch bei der Querung kleiner Schneefelder. Ein Pickel könne im Notfall ebenfalls das Überleben sichern.

Schneefelder meiden
Durch die Hitze werden Wanderungen über Gletscher und Altschneefelder, die bis in den Sommer hinein in den meist schattseitigen Rinnen liegen bleiben, gefährlicher.

kaernten.ORF.at