Akku für Funkpeilung schonen
Einsatzkräfte raten dringend, bei Unfällen abseits der Siedlungsräume und im Gebirge immer zuerst den Notruf 140 (Bergrettung) bzw. 144 (Rotes Kreuz) zu betätigen und danach den Akku zu schonen. Die Alarmierung kann auch über den Europäischen Notruf mit der Nummer 112 erfolgen (dieser läuft über die nächstgelegene Dienstsstelle der Polizei).
Die Schonung des Akkus bei eingeschaltetem Handy ermögliche eine lebensrettende Funkpeilung, sagt der Tennengauer Rettungskommndant Anton Eisl: "Die Handypeilung erfolgt über den Polizeihubschrauber. Und dabei braucht man natürlich ein intaktes Handy von Verunglückten, das in Betrieb ist. Es darf der Akku nicht leer sein."
Der 52-jährige Wanderer, der am Sonntag in Hallein verunglückt ist, hat trotz schwerer Verletzungen mit dem Handy noch telefonieren können, so Eisl: "Er hat zuerst seinen Freund angerufen und erst danach einen Notruf abgesetzt."
Danach war der Handy-Akku des Wanderers leer, der genaue Unfallort aber noch nicht bekannt.
Suchaktion eventuell verkürzt?
Anton Meisl vom Roten Kreuz empfiehlt daher, sich vor jeder Bergtour zumindest eine Notrufnummer einzuprägen: "Bei Bergunfällen gilt die Nummer der Bergrettung, die 140. Oder 144 beim Roten Kreuz. Beide Nummern kommen zum Roten Kreuz, wo dann auch die Einsätze der Bergrettung ausgelöst werden."
Möglicherweise hätte sich so die neunstündige Suche nach dem verletzten Bergsteiger deutlich verkürzen lassen, sagen Fachleute.
Vermisster Wanderer tot geborgen
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SUCHAKTIONEN VERMEIDEN - dringende Bitten der Bergrettung










