Am Montag hatte man die 72-und 73-jährigen Urlauberinnen zum letzten Mal gesehen. Das teilte der Kommandant der Feuerwehr Prissian, German Mair, der APA am Freitag mit. "Mit vier Feuerwehren, der Bergrettung und Hunden haben wir die Suchaktion gestartet und Wanderwege rund um Tisens und Prissian abgesucht", erklärte Mair. Diese habe allerdings aufgrund der Dunkelheit abgebrochen werden müssen und habe erst heute früh wieder aufgenommen werden können.
Ein zur Unterstützung gerufener Hubschrauber hatte schließlich eine Person im Gemeindegebiet Tisens sichten können, die zweite Frau konnte wenig später gefunden werden. Beide Urlauberinnen waren zwischen 50 und 150 Meter über abschüssiges Gelände gestürzt, schilderte der Feuerwehrkommandant. Dabei dürften sie sich tödliche Verletzungen zugezogen haben.
Nach Angaben von Mair handle es sich bei den abgesicherten Steige über Wanderwege in "blödem, mit Vorsprüngen versehenem Gelände". Ein derartiges Unglück sei nicht zum ersten Mal in diesem Gebiet passiert. "Vor zwei Jahren starb ein Mädchen in der gleichen Gegend", sagte Mair.
Die Urlauberinnen seien am Samstag vergangener Woche per Flieger nach Bozen gekommen und weiter nach Tisens gefahren. Dort wollten sie eine Woche Urlaub verbringen.
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