Der Bergsteiger wurde nach seiner Rettung mit dem Hubschrauber in die Uniklinik Innsbruck geflogen. „Die Bergung ist gut verlaufen. Wir haben den Mann mit einer Seilrolle herausgeholt. Er war ca. zehn bis 15 Meter in der Spalte. Er hatte unten einen Platz, wo er drauf gesessen ist, so eine Art Platte“, berichtete Franz Santer, Einsatzleiter der Bergrettung in Gries im Sellrain.
Vor sechs Tagen soll der verunglückte Alpinist vom Westfalenhaus in den Stubaier Alpen gestartet sein. Er wollte allein über vergletschertes Hochgebirge im Bereich des Schrankogels zur Amberger Hütte gehen.
Hilferufe gehört
„Passanten, die auf dem Berg waren, haben ihn schreien gehört. Dann ist die Alarmierung erfolgt“, so der Bergretter weiter. Ersten Informationen zufolge soll der Mann allein unterwegs gewesen sein. Auf einer Höhe von rund 3.000 Metern soll er dann in eine etwa zehn bis 15 Meter tiefe Spalte gestürzt sein. „Es ist ein Wunder“, so Bergretter Santer.
Vermutlich hatte eine brüchige Schneebrücke nicht standgehalten, weshalb der Deutsche einbrach. In der Gletscherspalte soll der Mann vor Wind geschützt gewesen sein, allerdings war es kalt und nass.
Rund um die Unglücksstelle dürfte jedenfalls nur blankes Eis gewesen sein. Wie der etwa 70-Jährige in der Spalte überlebt habe, ob er Proviant dabeihatte und ob er tatsächlich kanpp eine Woche dort gefangen gewesen war, werde die weitere Befragung des Geretteten in der Klinik ergeben, sagte ein Alpinpolizist der APA.
ÖBRD-Einsatzbericht der Retter
Arzt: "Überleben ist erstaunlich"
Überlebender: Nun Fall für die Wissenschaft
Fachzeitschrift analyse:berg - Höchste Lebensgefahr: Stürze in Gletscherspalten ohne Seilsicherung











