Die Bergrettung Mühlbach wurde Sonntag erst gegen 21.30 Uhr alarmiert. Bereits im vergangenen Juni hatte es auf dem Hochkönig eine aufwändige Suchaktion für Vermisste aus Ungarn gegeben.
Das Trio aus dem östlichen Nachbarland Ungarn verirrte sich Sonntag beim Abstieg vom Hochkönig über die sehr steile Südseite des Massivs (Birgkar): „Der Wirt des Matrashauses auf dem Gipfel hatte die Ungarn noch darauf hingewiesen, dass es wegen der extremen Gefahr von Gewittern unbedingt besser wäre, den Normalweg über das Arthurhaus abzusteigen", sagt Thomas Knöpfler, Einsatz- und Ortstellenleiter der Bergrettung in Mühlbach.
Blitzgefahr, Sturm, gefrorene Schneeflanken - Orientierung verloren
Trotz der Warnung des Hüttenwirtes wählten die Ungarn den viel schwierigeren Abstieg via Birgkar und verloren dann bei starkem Nebel, Regen und Dunkelheit die Orientierung.
Die Mühlbacher Bergretter waren dann Montagfrüh um ca. 0.30 Uhr auf 2.650 Metern Seehöhe (unterhalb der Querung zum Kematstein) bei den Ungarn angekommen. Für den Abstieg wurde das Trio ans Seil genommen. Die objektiven Verhältnisse im Birgkar sind noch immer sehr schwierig - trotz des heißen Sommers.
Ohne Pickel und Steigeisen nicht machbar
Es liegt vom Winter her noch viel Schnee, der oberhalb von 2.300 Metern Seehöhe in der Nacht pickelhart gefriert. Dazu kommt Steinschlag. Knöpfler: „Ohne Steigeisen und Pickel ist dieser Abstieg durch das Birgkar momentan nicht zu machen“.
Gegen 5.30 Uhr erreichten die ehrenamtlichen Mühlbacher Bergretter mit den Ungarn das Tal im Bereich der Stegmoosalm. Es war einer der mühsamsten Einsätze der letzten Jahre, sagt ein Alpinpolizist.
salzburg.ORF.at
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02.07.2012 -
Hochkönig - Harter Einsatz für Ungarn









