Der Chef der Royalistenpartei RPP, Kamal Thapa, sagte am Montag: "Der König hat sehr deutlich gemacht, dass er das Land nicht verlassen und unter keinen Umständen ins Exil gehen wird." Thapa warnte, die überhastete Abschaffung der Monarchie könne Nepal in eine Krise stürzen. Er habe darüber auch mit Maoisten-Anführer Prachanda gesprochen. Die Maoisten haben zehn Jahre lang gewaltsam gegen die Monarchie gekämpft und werden künftig die Regierung führen.
Die Maoisten waren bei der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung am 10. April stärkste Kraft geworden. Die Versammlung soll bei ihrer ersten Sitzung Ende des Monats die Republik ausrufen. Gyanendra trat am Montag erstmals seit der Wahl in der Öffentlichkeit auf. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen besuchte er gemeinsam mit Königin Komal ein religiöses Opferfest in einem Tempel außerhalb Kathmandus. Rund 30 Anhänger jubelten dem Monarchen zu. Gyanendra äußerte sich nicht zur aktuellen Lage. Die Maoisten haben angekündigt, der König dürfe nach dem Ende der Monarchie als gewöhnlicher Bürger im Land bleiben, wenn er sich an die Gesetze halte.
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