Der tragische Unfall eines Prominenten schockt nicht nur Osttirol: Der bekannte und vielfach ausgezeichnete Oberbaurat Alfred Thenius wurde tot in einem Graben bei Dölsach aufgefunden.
Der 88-Jährige war die Woche zuvor mit einer Tourengefährtin in seiner Ferienhütte in Dölsach gewesen. Vor dem Wochenende fuhr die Bekannte dann aber nach Wien, Thenius blieb allein in der Hütte. „Er hat sich am Samstag gegen 16 Uhr bei seiner Haushälterin in Lienz gemeldet. Als die Tourengefährtin am Sonntag gegen 22.45 Uhr aus Wien zurückkehrte, war der Mann allerdings nicht im Haus. Die Begleiterin machte sich Sorgen, weil das Auto in der Auffahrt stand und alarmierte die Leitstelle“, erzählt ein Lienzer Polizist.
Noch in der Nacht startete eine großangelegte Suchaktion mit Bergrettung, Suchhundestaffel und Polizei. Da die Helfer den Abgängigen aber nicht fanden, musste die Aktion bis um 7 Uhr Früh unterbrochen werden. Erst dann konnten die Einsatzkräfte – diesmal auch noch mit Unterstützung der Feuerwehr und eines Polizeihubschraubers – erneut nach Thenius suchen.
Am Vormittag erhielten die Helfer dann traurige Gewissheit: Der beliebte Osttiroler dürfte rund 50 Meter von einem eisigen Steig in ein darunter liegendes Bachbett gestürzt sein. „Ein Bergretter hat gegen 8.20 Uhr in einem Steilgraben eine rote Mütze entdeckt. Als der Hubschrauber das Gebiet abgeflogen ist, konnte die Besatzung tatsächlich einen menschlichen Körper im Bachbett sichten“, erzählt der Sachbearbeiter.
Dem erfahrenen und begeisterten Tourengeher dürfte ein Fehltritt zum Verhängnis geworden sein: „Die Stelle oben ist sehr eisig. Ein einziger Fehltritt und man stürzt rund 50 Meter fast senkrecht in den Abgrund.“
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08.03.2010 -
Lienz trauert um Alfred Thenius







