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Viele unserer Tiere sind auf Basis von moderner Hunde- und Wolfsforschung ausgebildet.

Methodischer Umbruch - neue Wege
Jede unserer sieben Landesleitungen verfügt über eine eigene Suchhunde-Staffel - insgesamt sind das sieben Einheiten mit jeweils Dutzenden Hundeteams, die für die Rettung von Lawinenopfern und zur Suche Vermissten einsatzbereit sind. Generell muss jeder Hundeführer/jede Hundeführerin ein/e voll ausgebildete Bergretter/in sein, bevor man sich für die Aufnahme in eine Staffel des ÖBRD bewerben kann. Das Training unserer Hunde und Hundeführer ist bundesweit standardisiert und genormt; allerdings gibt es regionale Unterschiede bei der Umsetzung der Vorgaben. Generell befindet sich der Fachbereich im methodischen Umbruch.

Artgerechtes Training erhöht Nutzen
Ältere und - aus der Sicht von Fachleuten zu harte - Ausbildungsmethoden (vorwiegend für Deutsche Schäferhunde) werden zunehmend abgelöst von "sanfteren" und artgerechteren Methoden. Lange Zeit dominierten Trainingsvorgaben für Tiere bei Militär und Polizei auch die Ausbildung von Suchhunden im Rettungsdienst. Das ändert sich stark und ist teilweise auch eine Frage der Generationen bei Hundeführern. Generell lässt sich sagen: Nicht gerade "feine" Arten der Konditionierung und Unterwerfung der von Natur aus menschenfreundlichen Tiere haben ausgedient. Das hat auch tierschützerische Gründe. Daneben erhöhe sich Effizienz und Schlagkraft von Hundeteams, sagen Experten.

Lernen wie im Wolfsrudel
Zu hart gedrillte und chronisch überbeanspruchte Tiere leben wesentlich kürzer. Also geht man im ÖBRD auf breiter Basis schonendere und wirksamere Wege. Man orientiert sich heute stärker an Strategien, die Wolfseltern in freier Wildbahn mit dem Nachwuchs kultivieren: Lernen durch Vorbilder von den ersten Lebenswochen an. Das angeborene Zusammengehörigkeitsgefühl im Rudel wird nun auch bei Junghunden für die Ausbildung genutzt. Auch der Deutsche Schäferhund gilt nicht mehr allein als gute Rasse für Suchhunde. Getestet werden und in Verwendung sind längst auch Australian Shepherds, Bordercollies, Labradors, Harzer Füchse, Setter und Golden Retriever - mit wechselnden Erfolgen in Ausbildung und Praxis.

Zusammen mit Experten des international bekannten Wolfs- und Hundeforschers Erik Zimen haben österreichische Bergretter neue Ausbildungsmethoden entwickelt, die auf Wolfsforschung beruhen. Dabei werden sehr junge Hunde in die Kurse spielerisch eingebunden; nicht mehr wie früher nur Tiere ab einem Lebensalter von einem Jahr. Das sei für viele Tiere zu spät, sagen Fachleute.