###CONTENT_LEFT###
###CONTENT_RIGHT###
Bei den Kursen werden die Teilnehmer von langjährigen Ausbildern auf alle Situationen vorbereitet (Bild: Gerald Lehner)
Bei unseren Kursen werden die Teilnehmer von sehr erfahrenen Ausbildern auf viele Situationen vorbereitet. Bilder: Gerald Lehner.
Auch immer mehr Frauen absolvieren erfolgreich die Ausbildung zur Bergretterin (Bild: Gerald Lehner)
Immer mehr Frauen absolvieren die Ausbildung zur Bergretterin.
Unsere Kurse dienen auch der Kameradschaft und der Freude an der ehrenamtlichen Arbeit (Bild: Gerald Lehner)
Zu diesem Bild bekamen wir ein E-Mail von unserer ÖBRD-Ortsstellenleiterin Gerti Perdacher aus der Steiermark: "Es fällt mir immer wieder auf, auch bei Alpinzeitschriften, dass Bilder gezeigt werden, wo Kletterer oder Klettersteigbegeher nicht ordnungsgemäß angegurtet sind, oder dass die Helme nicht passen. Auch hier ist das nicht korrekt. Die junge Frau trägt den Steinschlaghelm `wia a `Kopftirchl` (Anm.: Kopftuch). Das kann sehr gefährlich werden!" DANKE, Gerti! Gerade wegen dieser wichtigen Beobachtung lassen wir das Bild hier drauf. So merken sich viele noch besser, worum es sich letztlich dreht: Helme in guter Position festzurren, sonst kippen sie bei Stürzen oder "Beschuss" durch Steine seitlich oder nach hinten weg!
BergretterInnen müssen in schwierigem Gelände sicher arbeiten können (Bild: Gerald Lehner)
Unsere Kurse dienen auch der Kameradschaft und der Freude an der ehrenamtlichen Arbeit.
Gerade bei Schlechtwetter wird die Bergrettung alarmiert, da keine Flugbedingungen für rasche Hilfe aus der Luft herrschen (Bild: Gerald Lehner)
Bergrettungsleute müssen in schwierigem Gelände sicher arbeiten können.
Gute Kondition und Ausdauer sind essentiell für die Tätigkeit im Bergrettungsdienst (Bild: Gerald Lehner)
Gerade bei Schlechtwetter wird oft die Bergrettung alarmiert, weil keine Flugbedingungen für rasche Hilfe aus der Luft gegeben sind.

Wie wird man Bergretter oder Bergretterin?

Kommen Sie zu uns, wir brauchen Sie, wenn die Voraussetzungen passen. Hier sind einige Informationen, um Klarheit zu geben ...

Grundsätzlich gibt es im Österreichischen Bergrettungsdienst nur ehrenamtliche Tätigkeiten und Funktionen. Das reicht vom Bundesverbandspräsidenten über die sieben Landesleiter, unsere Fachreferenten auf mehreren Ebenen bis hin zu Ortsstellenleitern, Einsatzmann- und „frau“schaften, Anwärtern und Newcomern.

Sorry, keine fixen Jobs bei uns!

Berufsanstellungen gibt es im ÖBRD nur äußerst wenige. Diese betreffen ausschließlich administrative Bereiche in unseren sieben Landesleitungen, wo der Bürobetrieb nur mit hauptamtlichen Kräften möglich ist. Generell eignet sich der Bergrettungsdienst für Jobsuchende von außerhalb NICHT als hauptamtliche Berufslaufbahn. Es gibt KEINERLEI Bezahlung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

Ihre Vorteile ...

Als Mitglied im Bergrettungsdienst haben Sie großen Anteil an unserem Gemeinschaftsleben und den Erfolgserlebnissen, die wir ihnen bei Ausbildung, Übungen und Einsätzen zwangsläufig vermitteln können. Sie haben auch Anteil an dem sehr positiven Image, das der ÖBRD nicht nur auf regionalen Ebenen sondern auch im In- und Ausland genießt. Dazu kommen Vorteile und immer mehr praktische wie theoretische Erfahrung für das eigene Tun im Alpinismus. Weiters können Bergrettungsleute verschiedene Ausrüstungsgegenstände besonders preisgünstig erwerben - für Einsätze und privaten Eigenbedarf. 

Bergretter/in zu sein ist im Grunde ein Lebensstil!

Bei der Bergrettung zu sein schützt viele letztlich auch nachhaltig vor Übergewicht, schlechter körperlicher Verfassung, Sinnkrisen und möglichen anderen Tiefpunkten unseres Lebens. Natürlich muss man/frau auch selbst einiges dafür tun - eine Herausforderung!

Derzeit gibt es bundesweit mehr als 11.000 ehrenamtliche Bergretterinnen und Bergretter in 292 Ortsstellen. Für die Aufnahme von Nachwuchsleuten gibt es einheitliche Kriterien:

  • Entsprechender Bedarf einer ÖBRD-Ortsstelle
  • Klettern im III. Schwierigkeitsgrad im Vorstieg und Fähigkeit zum sicheren Tourenskilauf im hochalpinen Gelände
  • Zeitliche Verfügbarkeit für Einsätze und Ausbildung
  • Körperliche und geistige Eignung
  • Ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeit
  • Mindestalter: vollendetes 16. Lebensjahr, Höchstalter 45 Jahre
  • Bei Bewerbern unter 18 Jahren ist das schriftliche Einverständnis der Erziehungsberechtigten eine Voraussetzung.


Was tun?
1. Sie nehmen mit unserer Ortsstelle Kontakt auf, die in Ihrer Heimatgemeinde tätig ist bzw. falls dort keine vorhanden ist – die nächstgelegene in der Region, in der Sie leben und/oder arbeiten. Falls Sie zusätzliche Informationen über die geografische Verteilung unserer Ortsstellen benötigen: Diese liefern unsere jeweils zuständigen Landesleitungen für Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Niederösterreich/Wien.

2. Vereinbaren Sie einen Termin mit der jeweiligen Ortsstellenleitung oder deren Ausbildungs- bzw. Einsatzleitung. Legen Sie am besten Tourenberichte über ausgiebige alpinistische Tätigkeiten vor, berichten Sie über Ihren persönlichen und beruflichen Hintergrund. Wenn es für beide Seiten passt, erhalten Sie schon am Beginn einen Mitgliedsausweis des ÖBRD. Sie sind damit bereits aktives Bergrettungsmitglied. Das ist aber nur der Anfang.

3. Ausbildung: Nun folgen die relativ zeitaufwändigen Schritte der Ausbildung, für die Sie auch Geduld aufbringen müssen. Denn jeder der vier Kurse umfasst rund eine Woche, für die Sie sich frei nehmen müssen.

Man unterscheidet zwischen der Ausbildung in der Ortsstelle und verpflichtend zu besuchenden Kursen der jeweiligen Landesleitung. In der Ortsstelle wird jährlich ein Schulungsprogramm erstellt, in dem man gewisse Vorträge, Übungen, und Schulungen im Rahmen der Ortsstelle besucht. Dazu gibt es auch bezirksinterne Übungen, bei denen meist mehrere Ortsstellen gemeinsam ein mehr oder weniger schwieriges Szenario zu bewältigen haben (Unfallannahmen).

Und es wird von der Ortsstellenleitung entschieden, wann man/frau die Spezialkurse der Landesleitung besuchen darf. Diese sind thematisch, didaktisch und methodisch zum Teil von Bundesland zu Bundesland verschieden. Grundsätzlich müssen Sie an drei verschiedenen Kursen teilnehmen. Dauer jeweils ca. eine Woche:

  • Winterkurs (Lawinen, Schneekunde, spezielle Methodiken ...)
  • Sommerkurs (Felsklettern, Suchaktionen, Seiltechnik ...)
  • Eiskurs (Spaltenbergungen, Hochtouren auf Gletschern ...)

Zusätzlich muss man eine erweiterte Ausbildung in erster Hilfe sowie Grundlagen der Alpinmedizin absolvieren, die beim Roten Kreuz oder bei eigenen Kursen der Landesleitung gemacht werden kann.

Der Bundesverband des ÖBRD bedankt sich sehr für Ihr Interesse an unseren Einsatzkräften und lädt Sie ein, bei uns tätig zu werden. Ihre Anfrage für Mitgliedschaft und Mitarbeit im ÖBRD ist bei einer unseren sieben Landesleitungen bestens aufgehoben. Denn dort kann man Ihnen genau sagen, bei welcher Ortsstelle in Ihrer Region Sie die richtigen Ansprechpartner finden.

Text: Markus Zott. Bilder: Gerald Lehner.

Unsere sieben Landesleitungen: 
Shortlist & Telefonnummern, E-Mail-Adressen

Frauen im Bergrettungdienst