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IKAR setzt Standards im alpinen Rettungswesen

Fidel Elsensohn

Für jeden Bergretter ist seine Ortsstelle der Mittelpunkt seiner Bergrettungstätigkeit, dort wo die praktische Bergrettungsarbeit passiert. Damit er aber bei seiner Tätigkeit immer am letzten Stand ist und er seine Rettungsmethoden nicht neu erfinden muss, kann er unter anderem auf die Erkenntnisse der Internationale Kommission für alpines Rettungswesen (IKAR) zurückgreifen. Als Dachverband über den nationalen Rettungsorganisationen versucht die IKAR (Internationale Kommission für alpines Rettungswesen) weltweit Sicherheitsstandards für alpine Rettungseinsätze zu empfehlen. Mitte des vorigen Jahrhunderts durch die Alpenstaaten gegründet hat die IKAR an die 100 Mitglieder. Neben den Bergrettungen sind die Betreiber der Rettungshubschrauber ebenso vertreten wie die Produzenten von Rettungsgeräten.

Dazu gliedert sich die IKAR in einen Vorstand, mit Sitz in der Schweiz sowie in vier Kommissionen:

- Bodenrettungskommission
- Luftrettungskommission
- Medizinische Kommission und die
- Lawinenkommission mit der Subkommission Lawinenhunde.

Österreich stellt mit Gebhard Barbisch den Präsidenten der Bodenkommission sowie mit Dr. Fidel Elsensohn den Präsidenten der Medizinischen Kommission und ist in den Kommissionen durch die Bundesreferenten vertreten. Weltweit besonderes Ansehen genießen unsere Hundeführer unter der Leitung von Sepp Lederhaas.

Die IKAR erstellt "Empfehlungen" für seine Mitglieder, als Beispiel seien hier die Farben der Markierungen beim Lawineneinsatz oder die Bezeichnung der Suchphasen mit dem LVS Gerät angeführt. Zwingende Vorgaben oder Richtlinien stoßen hier an nationale Gesetze und sind daher nicht durchsetzbar. Im Falle eines Rechtsfalles und in Ermangelung von "alpinen" Rechtsvorschriften können jedoch die Empfehlungen der IKAR herangezogen werden. Ähnlich wie die Pistenregeln, die FIS-Regeln des Internationalen Schiverbandes.

Dass es bei der Vielzahl an Sprachen schwierig ist, den Text einer Empfehlung so zu formulieren das er auch für die "Anderssprachigen" in den vier Gründer-Sprachen (deutsch, englisch, italienisch und französisch) verständlich ist, erklärt die Dauer bis eine Empfehlung abgegeben werden kann.

Hauptthema der 5-tägigen Versammlung 2014 am Lake Tahoe/USA waren die Triage bei und die Verhinderung von weitere Abkühlung nach einem Lawinenunfall. Vorgestellt wurden auch "neue Suchmethoden" mit Lawinensonden die jedoch, vor allem von den Alpenländern eher skeptisch betrachtet wurden. Verbesserungen im Material- oder Anwendungsbereich wie etwa bei LVS-Geräten oder beim Recco Suchgerät gehören ebenso zum Standardprogramm wie die Berichte der Kommissionsmitglieder über besonders erwähnenswerte Unfälle oder das Unfallgeschehen und die damit verbundenen Auswirkung auf die Arbeit der Bergrettung.

Erstmalig wurde eine praktische Übung im Gelände gemeinsam durch die Bodenrettungs-, Lawinen- und der medizinischen Kommission durchgeführt. Für die Durchführung von Einsätzen bietet die IKAR auf der Homepage downloadbare Unterlagen und Folder an.

http://www.ikar-cisa.org/