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Bundesverband des Österreichischen Bergrettungsdienstes

Der alpine Rettungsdienst ist in Österreich als Verein organisiert der in sieben Landesleitungen unterteilt ist. Jede Landesleitung ist unabhängig und stellt gemeinsam den Bundesverband des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD). In ganz Österreich versehen insgesamt mehr als 12.500 Bergretterinnen und Bergretter in 291 Ortsstellen ihren Dienst am Wohle der Gemeinschaft. Die Aufgabe der Bergrettung ist es, im unwegsamen, alpinen Gelände Verunglückten, Vermissten oder sonst in Not geratenen Personen Hilfe zu leisten.

99,9 % freiwilliges Engagement
Die Bergrettung ist ein Verein von ehrenamtlichen Helfern. Wird ein Notfall via Alpinnotruf 140 oder Euronotruf 112 gemeldet, gehen die Mitglieder der zuständigen Ortsstelle in den Einsatz, bzw. wenn es die Situation erfordert werden auch mehrere Ortsstellen alarmiert. Die Bergrettung stellt für die Einsätze eine Rechnung an den Verunfallten oder in Not geratenen. Eine eigene Versicherung, kann diese Kosten übernehmen. Dieses Geld wird in erster Linie für Material- und Ausbildungskosten aufgewendet. Die Bergrettung in Österreich besteht zum Großteil aus freiwilligem Engagement. Vom aktiven Bergretter in der Ortsstelle bis zum Präsidenten des Bundesverbandes arbeiten alle Mitglieder und Funktionäre ehrenamtlich. Es gibt in den Büros des Bundesverbands und der Landesleitungen lediglich wenige Angestellte, die sich um organisatorische und administrative Angelegenheiten kümmern.

Bergungskosten-Vorsorge für 24 Euro in Jahr
Bei Unfällen im alpinen Gelände übernimmt die Sozialversicherung keine Bergungskosten. Mit einem Fördererbeitrag von mindestens 24 Euro werden Sie außerordentliches Mitglied der Bergrettung und die Bergungskosten-Vorsorge der Bergrettung übernimmt im Notfall anfallende Such- und Bergungskosten. Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Familie beziehungsweise Lebensgefährtin oder Lebensgefährten und auch Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr im gemeinsamen Haushalt. Die Förderer-Aktion ist auch für Bergsportler gültig, die außerhalb von Österreich wohnen, leben und/oder Staatsbürger anderer Staaten sind. Die Versicherung gilt für Bergsport weltweit.
Mehr zur Förderer-Aktion

Finanzierung stützt sich auf drei Säulen
Die Finanzierung des ehrenamtlichen Bergrettungsdienstes steht auf drei Säulen.

  • Zum einen erhält die Rettungsorganisation Förderungen von Bund und Ländern. Wie viel Geld jede Landesleitung dabei vom jeweiligen Bundesland an Unterstützung bekommt, ist unterschiedlich.
  • Eine zweite Geldquelle sind private Spender oder Sponsoren aus der Wirtschaft, die Bundesverband,  Landesleitungen oder auch Ortsstellen unterstützen können.
  • Als dritte Säule stehen die Einsatzverrechnung und die Förderer-Aktion.

Finanziert wird mit dem Geld unter anderem die Ausbildung und die Versicherung der Mitglieder sowie Material für Einsätze und Übungen. Die persönliche Ausrüstung wie Klettergurt, Schi und Helm oder Kleidung wird von den Bergrettern zu einem großen Teil selbst finanziert. Einige Ortsstellen subventionieren ihre Mitglieder beim Kauf von Ausrüstung, teilweise gibt es Bekleidungs- und Ausrüstungsaktionen von den Landesleitungen.