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Blitzschlag: Spaziergänger, Wanderer, Bergsteiger aufgepasst!

Wie verhält man sich richtig, wenn man von einem Gewitter überrascht wird? „Ist man gerade in den Bergen unterwegs, sollte man sofort Gipfel oder Grate verlassen, sich eine freie Fläche suchen und sich dort auf seinem Rucksack hinhocken und das Gewitter abwarten“, empfiehlt Reinhold Dörflinger, Präsident der Österreichischen Bergrettung.

Besonders wichtig: Alle Metallteile - aus Eisen, Stahl oder Leichtmetall - sollte man vom Körperbereich abnehmen und in sicherer Distanz verstauen. Gerade bei Klettertouren in Steilwänden ist das manchmal nicht praktikabel, weil das Leben an Karabinern und anderem Material hängt. Deshalb sollten schwierigere Unternehmungen in den Bergen bei absehbarer Blitzschlaggefahr generell verschoben werden; bis Wetterlagen wieder stabiler sind. 

Natürliche Höhlen oder Unterstände unter vorstehenden Felsen sind zu meiden, da in diesen oft kleine Wasseradern oder Quellen vorhanden sind, die elektrische Energie bei Blitzschlägen leiten. Auch kann es zu Überschlagen zwischen Höhlendecken und dem Boden kommen. Wenn solchen Phänomenen ein Mensch in die Quere kommt, kann es sehr gefährlich werden.

„Auch sollte man sich nicht in der Nähe von Bäumen, Bächen oder kleineren Rinnsalen aufhalten, die ziehen den Blitz noch zusätzlich an“, sagt Reinhold Dörflinger. Der Präsident der Bergrettung in Österreich hat für Bergsportler und Wanderer einen wichtigen Tipp: „Das Wichtigste ist, sich bereits vorab über mögliche Gewitter zu informieren. Bei zu hoher Gefahr lieber die Bergtour verschieben. Die Berge stehen auch noch nach einem Gewitter.“

© SN/SW - Dieser Text von SN-Redakteurin Anja Kröll ist erschienen 5. Juni 2008 im Rahmen eines größeren Features der "Salzburger Nachrichten" über Hagel und Gewitter. Titel: "Das Epizentrum des Hagels".

Salzburger Nachrichten