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16.07.2010 - 
Salzburgs Flugrettung wird EU-weit ausgeschrieben - Knaus bei VGH abgeblitzt

Von salzburg.ORF.at

Salzburg, 16. Juli 2010. Die Verhandlungen über die Zukunft der Flugrettung in Salzburg sind endgültig gescheitert. Jetzt bereitet das Land die öffentliche Ausschreibung vor. Unterdessen hat der Verfassungsgerichtshof die Beschwerde des Pongauer Hubschrauberfirma Knaus gegen die Flugsicherungsbehörde Austrocontrol abgewiesen.

Ausschreibung nach EU-Kriterien
Die geplante Vereinbarung über die Hubschrauber-Standplätze im Bundesland sei von zwei Bewerbern nicht unterschrieben worden, heißt es bei der Landesregierung.

Die bisherigen regionalen Anbieter werden die Flugrettung in Salzburg in Zukunft in dieser Form nicht mehr durchführen. Sie hätten eine Vereinbarung mit dem Roten Kreuz nicht unterzeichnen wollen, bedauert die zuständige Landesrätin Erika Scharer (SPÖ):

"Daher muss nach den EU-Kriterien ausgeschrieben werden. Wir haben dazu - gemeinsam mit Tirol - bereits Vorbereitungen getroffen. Die Aufbereitung läuft gerade. Der vorläufige Terminplan sieht so aus, dass die Ausschreibung im Frühherbst fertig sein wird."

                
Drei Ganzjahres-Standplätze plus Saisonplatz
Über die Ausschreibung selbst könne sie noch keine genaueren Auskünfte geben, geklärt sei bisher nur die Standortfrage, ergänzt Scharer:

"Laut einer Studie werden zwei Ganzjahres-Standplätze und ein saisonaler Standplatz empfohlen. Aber auf Grund der regionalen Gegebenheiten habe ich entschieden, dass es drei Ganzjahres-Standplätze gibt und zusätzlich für die Saisonen einen saisonalen Flugbetrieb."
                
Finanzierung der Rettungsflüge offen
Offen ist zum Beispiel die Finanzierung der Rettungsflüge. 35 Prozent der Flüge des Christophorus 6 würden nämlich nicht bezahlt und müssten deshalb vom ÖAMTC aus eigenem Geld gedeckt werden, heißt es aus der Geschäftsführung der Christophorus-Hubschrauber.

ÖAMTC bewirbt sich
Das könne aber in Zukunft nicht mehr so sein - schließlich sei aus diesem Grund der Vertrag mit dem Innenministerium gekündigt worden. Mit der künftigen Standortwahl des Landes Salzburg sei der Club aber zufrieden und werde sich in jedem Fall im Ausschreibungsverfahren bewerben, ergänzt die Geschäftsführung.
                
Knaus-Beschwerde von Höchstgericht zurückgewiesen
Das Pongauer Unternehmen "Heli Austria" von Roy Knaus hat sich unterdessen beim Verfassungsgerichtshof eine Abfuhr geholt.

Die Beschwerde von Knaus über die neuen technischen Anforderungen für Rettungshubschrauber, gestellt von der amtlichen Flugsicherung Austrocontrol, wurde von den Höchstrichtern nun abgewiesen. Wie berichtet, hatten Knaus und die Salzburger Landesregierung im vergangenen Winter wochenlang die neuen Richtlinien der Austrocontrol öffentlich heftig kritisiert.

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Auch in Zukunft in Österreich keine einheitliche Flugrettung?

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